Archiv für November, 2011

29.10. 2011 Trionade – Workshops

Freitag 18. November 2011 von René

Trionade als diesjähriger Abschluss

Grimma (fsw). Rhythmus durch Trommeln hier, aktive Bewegung dank Hip-Hop dort und in einem anderen Raum Entspannung pur mit Tai Ji und Qi Gong. Drei Workshops als “Trionade” an einem Vormittag, die Kinder und Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren im Rahmen der Kinder-Uni in Marthas Schmiede besuchten.

Damit beendete der Verein Lernkultur Muldental als Initiator und Veranstalter seine diesjährigen kindgemäßen Angebote aus den Bereichen Wissenschaft, Natur, Kunst und Kultur. Diese spiegelten sich wider in Workshops wie der besagte Trionade, in Vorlesungen und in Themen-Camps. Das letzte Camp liegt erst wenige Wochen zurück. Dabei machten die Teilnehmer einen Ausflug ins Mittelalter, “um die Natur zu erleben und das alte Handwerk zu entdecken”, blickte René Walther vom Verein Lernkultur Muldental auf das vergangene Erlebnis zurück.

Mit dem Trionade-Angebot haben die Initiatoren ganz bewusst drei Disziplinen gewählt, “die aufeinander abgestimmt sind und dem anstrengenden und gefüllten Alltag der Kinder sehr nahe kommen”, erklärte Walther das Konzept. “Wir leben in einer sehr schnelllebigen Gesellschaft mit raschem Wechsel. Da ist ein Ausgleich ganz wichtig.” Beim Trommeln etwa werden Gefühle zum Ausdruck gebracht, aber auch Aggressionen abgebaut, sagte Lea Olschowsky, sie leitete den Trommelkurs. Beim Tai Ji und Qi Gong wird der Körper sozusagen runtergeholt, meinte Tai Ji-Lehrerin Angelika Butzmann. Kinder, so ihre Erfahrung, seien sogar dafür empfänglicher als Erwachsene. “Sie setzen das Meditative schneller um und nehmen eher neue Energie auf.” Zum Beispiel für das Tanzen. Eine Form der Bewegung, in der Kinder ihre Selbstdisziplin trainieren können, zeigte sich Tanztrainerin Susann Jähner überzeugt. Und, so habe sie feststellen können, es tanzen Kinder zusammen, die sonst nicht miteinander spielen würden.

Egal ob Trommeln, Meditation oder Tanzen – den Kindern hat es Spaß gemacht. Den meisten jedenfalls. “Ich bin gekommen, weil ich neugierig war. Aber besonders das Tanzen ist gar nichts für mich und hat mir auch nicht gefallen”, sagte der elfjährige Karsten Stucke. Zwar ist seine Aussage sehr ehrlich, aber tatsächlich eine Ausnahme unter den Kids.

Frank Schmidt

aus der Muldentalzeitung der LVZ vom 01.11. 2011

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